Content Marketing Formate richtig einsetzen

By | 12. September 2016

Content Marketing Formate gibt es zahlreiche. Einige sind einfacher zu produzieren, andere aufwendig erarbeitet und wieder andere haben eine besondere visuelle Komponente. Welche Content Formate besonders effektiv sind und welche Rolle dabei die Customer Journey spielt, erläutern wir in diesem Beitrag.

Das Wichtigste zuerst: Content muss relevant sein

Egal, welches Content Marketing Format Sie wählen: Der Inhalt muss relevant für die Zielgruppe sein. „Doch was ist relevant für meine Zielgruppe?“, mag Ihnen jetzt durch den Kopf gehen. Um diese Frage zu beantworten, müssen Sie Ihre Zielgruppe kennen und ein ausführliches Profil Ihrer Buyer Persona haben – wie sie tickt, was ihr wichtig ist und wo sie sich aufhält.

Dann geht es darum, die Bedürfnisse – z.B. eine Problemlösung, eine Hilfestellung etc. – dieser Buyer Persona zu befriedigen. Hilft der Content Ihrer Buyer Persona z.B. beim Lösen ihres Problems und ist informativ, dann haben Sie den Interessenten bereits zum ersten wichtigen Schritt auf dem Weg zur Kaufentscheidung gebracht.

Content Formate abhängig von Zielgruppe und Customer Journey

Die Auswahl an Content Marketing Formaten ist groß. Angefangen von klassischen Texten über Interviews und Whitepapers bis hin zu Webinaren, Videos und Infografiken (u.v.m.). Je nachdem wie ihre Zielgruppe sich zusammensetzt, funktionieren bestimmte Content Formate besser als andere. Während sich die einen gerne von Videos berieseln lassen, favorisieren andere Texte, die schnell überflogen werden können. Darüber hinaus ist der Erfolg von Content Formaten auch davon abhängig, in welcher Phase sich die Buyer Persona gerade befindet. Was genau wir damit meinen und welches Content Format in welcher Phase besser funktioniert, zeigen wir Ihnen im Folgenden:

Content Marketing Formate richtig einsetzen_Customer Journey

Content Marketing Formate richtig einsetzen

Wann welchen Content anbieten?

Der Kunde sollte immer dort abgeholt werden, wo er gerade ist. Auf dem Weg vom ersten Kontakt bis hin zur Kaufentscheidung durchläuft die Buyer Persona mehrere Punkte, die sogenannten Touchpoints, an denen er mit dem Unternehmen, der Dienstleistung oder dem Produkt in Kontakt kommt. Dieser Weg wird auch Customer Journey genannt und kann durch gezielten Einsatz von Content beeinflusst werden. In unserem Interview mit Norbert Schuster haben wir das Thema bereits angesprochen: Je nachdem, in welcher Phase sich die Zielperson befindet, sind Inhalte mehr oder weniger effektiv. Nach Funnel-Phasen aufgeteilt, sieht das wie folgt aus:

  1. Top of the Funnel: Die oberste Phase des „Trichters“ ist die der Leadgenerierung. Die Person muss erst zu einem Interessenten werden. Hier werden Inhalte das erste Mal wahrgenommen. Deshalb empfehlen sich hier Content Formate, die auf eine große Masse an Personen wirkt und leicht konsumierbar ist. Im Idealfall wecken die Inhalte Neugier beim potenziellen Interessenten. Dazu gehören Content Marketing Formate wie Leitfäden, Interviews, Checklisten oder Quiz, aber auch Infografiken und Videos. Vor allem ein Blog ist in dieser Phase geeignet, denn dort lassen sich viele Inhalte unterbringen, die schnell gefunden werden.
  2. Middle of the Funnel: In dieser zweiten Phase geht es darum, Interessenten weiterzuentwickeln, weil sie sich für das Thema und die Lösungen interessieren. Deshalb sind hier Content Formate wichtig, die mehr Gehalt haben und tiefer in das Thema einsteigen. Das können Ratgeber sein, Whitepaper oder Application Notes sowie Vorlagen und E-Books.
  3. Bottom of the Funnel: In dieser Phase geht es schließlich darum, echte Interessenten zu Kunden zu machen. Deshalb können die Content Marketing Formate und Inhalte noch konkreter werden. Die Interessenten wissen an diesem Punkt schon genauer, was sie wollen. Besonders Anwenderberichte und Case Studies, Webinare, Testversionen, Demos, Kaufratgeber oder Gutscheine können einen Einfluss auf die Entscheidung haben.

Content Formate in der Praxis: Das wird geteilt

Content, der geteilt wird, hat besonders viel Potenzial – vor allem wenn dieser an Mitarbeiter und Vorgesetzte weitergeleitet wird. Inhalte, die Aufmerksam erregen, sind automatisch bedeutsamer und hilfreich. Welche Inhalte in der Praxis geteilt werden, zeigt eine Studie von Demand Gen Report, die wir auf unserem Blog bereits vorgestellt haben: „Content Sharing durch B2B-Kunden: Case Studies unter den Top 4 Inhalten“.

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